
DIY – selbstgetöpfertes Tellerset!
Warum nicht gleich?
Ein besonderes Highlight in der Offenen Werkstatt war ein selbstgetöpfertes Tellerset, das unsere Teilnehmerin Stephi in liebevoller Detailarbeit gestaltet hat. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, was mit handwerklichem Geschick und der richtigen Technik alles möglich ist.
Für die Teller hat Stephi die Technik des Überformens genutzt. Tellerkreise wurden mit Hilfe einer Schablone aus der Tonplatte geschnitten und anschließend mit Holzformen überformt.
Besonders wirkungsvoll ist das Muster auf der Außenseite der Teller. Dieses hat Stephi mit Hilfe eines Knopfes in den weichen Ton geprägt und es gibt den Tellern so eine organische, individuelle Form . Hier ist das Timing entscheidend: Der Ton muss weich genug sein, um das Muster aufzunehmen, darf aber nicht so weich sein, dass sich die Form verformt. Nach dem Rohbrand entschied sich Stephi, die Teller außen nur mit einer schwarzen Wash zu versehen, wodurch die unglasierte Außenseite einen eleganten, matten Look erhielt. Ein wirklich beeindruckendem Ergebnis!
Auf der Innenseite hingegen wurde eine weiße Glasur aufgetragen, die den Tellern eine glatte, glänzende Oberfläche verleiht. Die Teller wurden bei 1230 Grad gebrannt, was sie nicht nur dicht und schlagfest macht, sondern auch spülmaschinenfest.
Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie viel Liebe und Hingabe in der Offenen Werkstatt in jedes Werkstück einfließen kann. Ein selbstgetöpfertes Tellerset ist nicht nur ein Gebrauchsgegenstand, sondern ein echtes Unikat, das sowohl in der Küche als auch auf dem Esstisch zum Hingucker wird.✨.


Wir wollen von Stephi wissen ...
… für wen hast du das selbstgetöpferte Tellerset gemacht?
Für mich selbst. Ich habe keine Teller gefunden, die mir wirklich gut gefallen haben und so habe ich beschlossen (etwas naiv wie ich an diese Projekte immer heran gehe 🥳), ich mache mir die Teller einfach selbst!
… mit welchen Techniken hast du gearbeitet?
Ich habe mit der Plattentechnik gearbeitet und diese dann über die Formen „gestürzt“. In den lederharten Ton habe ich dann das Muster mit dem Knopf gearbeitet.
… was gefällt dir daran besonders?
Neben dem optischen Muster außen, gefällt mir der sentimentale Wert besonders. Es ist schön, jeden Tag von diesen Tellern essen zu können!
… deine Idee fürs nächste Projekt?
Mein momentanes Projekt ist eine riesige Brotdose – ein Beziehungsprojekt 😊. Ich forme den Körper aus Ton, mein Freund baut dann den passenden Deckel aus Holz. Mal sehen wie das alles am Ende wird.


Der rohgebrannte Ton muss noch glasiert werden. Außen bleibt der Ton unglasiert und wird nur mit der schwarzen Wash versehen.
Woodfield Liebling - Steckbrief
Werkstück:
Ein selbstgetöpfertes Tellerset bestehend aus überformten Speisetellern und tiefen Schalen.
Ton:
Weiß schamottierter Ton (20%, 0-0,5mm)
Technik:
Speiseteller: Plattentechnik (Tonplatten mit ca. 0,5 cm).
Schalen: Plattentechnik eingeformt in selbstgemachten Gipsformen und dann mit Aufbautechnik fertig gestellt.
Glasurbrand:
Weiße Pulverglasur, getaucht und mit 1230°C dicht gebrannt (Steinzeugbrand).
Vorkenntnisse:
Stephi hat vor ca. zwei Jahren mit dem Töpfern begonnen und bei uns mit den Workshops Keramik 1, Modellieren für Einsteiger und Keramik 2, Glasieren und Oberflächengestaltung, begonnen. Seit ihren ersten Workshops kommt sie immer wieder mit ihrer Freundin Valerie in die Offene Werkstatt, um Projekte nach ihren Vorstellungen umsetzen zu können.